Gott Vater

Gebärdensprachliches:
Der auf den Gebärdenort „Gott" weisende Zeigefinger hat die Funktion eines Demonstrativpronomens, im Sinne von „Gott ist DER Vater" (So die DGS-Grammatik). Die Begriffsform für „Vater" ist dem gebärdensprachlichen Umgang entnommen.


Herkunft:
DAFEG-Fachausschuß „Religiöse Gebärdensprachbegriffe auf CD-ROM"


Inhaltliches:
Die Vorstellung von Gott als DEM Vater ist abgeleitet aus positiven und negativen zwischenmenschlichen Vatererfahrungen, deshalb auch die Begriffsform, die im gebärdensprachlichen Alltag für „Vater" benutzt wird.


Gebärdensprachliches:
Funktion des Zeigefingers siehe Form oben, „Vater"-Gebärdensprachform als offene Umarmung.


Herkunft:
Kartei "Religiöse Gebärden"


Inhaltliches:
Gott ist mit keinem menschlichen Vater vergleichbar, deshalb auch eine besondere Gebärdensprachbegriffsform für Gott als „Vater", abgeleitet aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn, in dem der Vater den zurückkehrenden verlorenen Sohn mit offenen Armen wieder aufnimmt.


Gebärdensprachliches:
Funktion des Zeigefingers, siehe Form oben, Ähnlichkeit der „Vater"-Gebärdensprachbegriffsform mit der von „preisen".


Herkunft:
Evangeliumsbewegung für Gehörlose


Inhaltliches:
In dieser Form der „Vater"-Gebärde soll die Grundhaltung der anbetenden Verehrung Gottes als DES Vaters zum Ausdruck gebracht werden.