Götter

Gebärdensprachliches:
Wichtig: Ort im Gebärdensprachraum nicht rechts oben, sondern unten in der Mitte. Mehrzahl wird hier ausgedrückt durch die Wiederholung der Handform und der Bewegung im Rhythmus des Mundbildes.


Herkunft:
Aus den evangelischen Gehörlosengemeinden, stilisiert vom DAFEG-Fachausschuß „Religiöse Gebärdensprachbegriffe auf CD-ROM"


Inhaltliches:
Götter sind von Menschen geschaffen, deshalb ist ihr Platz im Gebärdenraum nicht die Ebene Gottes rechts oben, sondern die der Menschen unten in der Mitte. Götter werden angebetet, deshalb in der Handform die Andeutung des Betens, die Bewegung ist ähnlich der der Gebärdensprachform für „Heide". Mit „Heide" wurden und werden Menschen bezeichnet, die nicht an den einen GOTT, sondern an Götter glauben.


Gebärdensprachliches:
Die allgemeine Gebärdensprachform für „Gott" (Zeigefinger nach oben) mehrfach wiederholt.


Herkunft:
Kartei "Religiöse Gebärden"


Inhaltliches:
Die Wiederholung weist auf die Vielzahl der Götter hin, im Unterschied zum Glauben an den einen GOTT.