Konfirmation

Gebärdensprachliches:
Wichtig hier: sanfte, weiche Ausführung der Bewegung


Herkunft:
Westfälische Gehörlosenseelsorge


Inhaltliches:
Diese Gebärdensprachform möchte den Zusammenhang von Erziehung, Unterricht und Segnung zum Ausdruck bringen. „Konfirmation" heißt: Bestätigung, Bestärkung des Glaubensbekenntnisses, daß die Eltern bei der Taufe stellvertretend für das Kind gesprochen haben. Nach der Erziehung und dem Unterricht im christlichen Glauben erfolgt mit der Konfirmation das selbständige Bekenntnis des im Glauben erwachsen geworden Menschen. Kirchenrechtlich wird man mit der Konfirmation erwachsenes Mitglied der evangelischen Kirche und erhält das Recht, an Gemeinderatswahlen teilzunehmen, Pate zu werden und am Abendmahl teilzunehmen. Die Konfirmation oder die Taufe sind auch Voraussetzung für die Zulassung zur kirchlichen Trauung.


Gebärdensprachliches:
Handform wie bei „lehren, Unterricht", Handbewegung wie „ viele segnen", in stilisierter Form.


Herkunft:
Norddeutsche Gehörlosengemeinden


Inhaltliches:
Auch hier wird in der Gebärdensprachform der Zusammenhang zwischen Unterricht und Segnung ausgedrückt. Dabei ist die konkrete Form der „Segensgebärde" aus der Erfahrung abgeleitet, daß in einem Konfirmationsgottesdienst viele Konfirmanden gleichzeitig gesegnet werden.